Unser vorlautes Plappermäulchen SOCKE..

…hat ja schon vorgegriffen, wir können ihr aber nur beipflichten und das bestätigen. Sind durch Zufall oder durch Schaden am Startermechanismus hier eingelaufen und hängengeblieben auf dem Weg nach Messolonghi. Wir sind nicht zum 1. Mal hier, aber ich hatte schon immer eine eigenartige Affinität zu diesem Ort, nur nie die Zeit und Gelegenheit, das auch zu nutzen. Es sind nicht viele Liveaboards hier, aber Natur pur, die Versorgungsmöglichkeiten sind perfekt, der Ort, die Insel strahlt/en eine Ruhe aus, wir fühlen uns hier “angekommen”. Nicht nur SOCKE geht das so, uns beiden auch. Nichtsdestotrotz haben wir in wenigen Tagen das Schiff total umgekrempelt, aufgeräumt, umgeordnet, Wäsche gewaschen, saubergemacht – und das ohne jegliche Hektik. Der Stress fällt uns förmlich aus dem Gesicht. Wir sind auch problemlos in der Lage, abends um 21 Uhr ins Bett zu gehen und durchzuschlafen bis morgens um 8 Uhr, wenn die Sonne hintenreinschaut. Absolut kein Problem. Wir denken, dass wir es hier noch einige Zeit aushalten. Hier noch ein paar Bilder: Die Enten sind übrigens keine solchen, sondern ägyptische Nilgänse, wie mir Wikipedia heute erklärt hat. Lustig sind sie trotzdem – ich mache auch gerne jeden Morgen den Pontoon von ihren Hinterlassenschaften sauber…. und SOCKE hat auch keine Angst mehr vor ihnen…

Habe es heute endlich geschafft, ein paar Bilder reinzusetzen – leider nicht so, wie ich es eigentlich wollte. Nachdem ich es aber mehrfach schon versucht habe, und es besser nicht ging, möchgte ich es so belassen, wie es ist, wenn auch etwas unsortiert und textlich nicht ganz einwandfrei. Besser aber, als wenn alles verschwunden ist, wie gestern, nachdem ich mehrere Stunden daran gearbeitet habe. Ich verspreche, beim nächsten Mal und nach einer Beschwerde bei wordpress wird es besser!

Und auch hier wieder ein kleiner Nachtrag: Wir sprechen von der kleinen Insel TRIZONIA im Golf von Patras und Korinth, die wir als unseren Winterplatz gewählt haben. Insgeheim haben wir ihr den Namen ALCATRAZ gegeben, weil sie nahe am Festland, aber ohne Fährverbindung nicht zu verlassen ist! Wir sehen es aber durchaus nicht als Gefängnis an, eher als ein Resort.

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Trizonia heisst das,

wo wir jetzt sind, sagt die Mama! Und es gefällt mir hier sehr gut, weil, da hat es viele Schiffe, wo keiner drauf ist, wo alles flattert, weil die das nicht richtig festgemacht haben, da kann ich rennen den ganzen Tag und die halbe Nacht. Nur gestern gab es Triss, weil die, der Papa und die Mama, mit dem Schiff an einen anderen Platz fahren wollten und ich nicht da war. Ja klar, war ich nicht da, weil ich auf MEINEM anderen Schiff war. Da interessiert es mich auch nicht, dass die sich heiser schreien nach mir. Man hat schliesslich seine eigenen Schlafbedürfnisse! Endlich mal kann man schlafen, wann man will, keine Leute an Bord, nicht jeden Tag segeln und all so was. Müssen die halt auch mal Rücksicht auf mich nehmen! Waren die aber fuchsteufelswild, weil, als die wegfahren wollten, war grad wenig Wind, das wollten die ausnutzen. Dann habe ich mich halt doch noch bequemt, bin heimgekommen, habe ich mir bös eine gefangen und wurde eingesperrt. Man glaubt es nicht. Nun: Jetzt sind wir da, ich kann raus, wann ich will, habe ganz viele neue Schiffe für mich entdeckt, die Mama nervt den Papa, weil sie ihm die Klamotten vom Leib reisst, wäscht, wie eine Verrückte, ich habe viele Katzen entdeckt, muss erst noch rausfinden, welche mir passen und welche nicht, die Mama füttert ja alle mit MEINEM Futter. Und da sind noch die komischen Viecher, diese zweibeinigen, braunäugigen, langhälsigen Klapperviecher, die sind mir nicht geheuer, hab die heute auch ein paar Mal kräftig angefaucht, bis die mir auf die Pelle gerückt sind und ich abgehauen bin – nach Hause, und da hocken die jetzt auf einem Bein vor der Gangway und gehen nicht mehr weg und unterhalten sich, dass mir hier drin noch Angst und Bange wird. Muss das morgen mal genauer untersuchen. Mama sagt, ich sei blöd, die wären harmlos, die kann mir ja sonstwas erzählen, ich weiss das besser! Nun, gute Nacht, gehabt euch wohl, ich melde mich wieder ,wenn ich mehr weiss. Vorerst bleiben wir hier, mir gefällt es hier, der Mama auch, und dem Papa, glaube ich, auch.

Ok, die Mama sagt, ich soll das mit den komischen Viechern jetzt noch erklären, weil kein Mensch weiss, was die für welche sind: Sie sagt, das sind ganz seltene Enten, die haben braune Augen und einen braunen Kreis darum herum. Ausserdem haben die lange Hälse und ein ganz seidiges Gefieder (bei mir heisst das Fell und das ist seidig, wenn der Papa das kämmt…). Ausserdem sagt sie, dass die ganz lieb sind und mir nichts tun und ich soll mich nicht so anstellen. Ok, wenn sie meint, dann können die vor der Gangway stehenbleiben auf einem Bein und mit dem Kopf nach hinten im Fell eh, sorry, im Gefieder, bis in die nächste Steinzeit, mir egal…..

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Saisonende….

…soll noch nicht sein! Nachdem unser Besuch uns vorgestern in Galaxeidi verlassen hat, das Wetter, das leider Gottes auf diesem Törn mehr als schlecht war, sich erholt hat, haben wir beschlossen, noch ein Weilchen unterwegs zu sein und den Besuch in unserer Wintermarina noch zu verschieben. Jörg war ein ungemein liebenswürdiger, interessanter Besuch bei uns an Bord, wir hatten viele Gespräche, das Leben auf dem Wasser und auf einem Langfahrtschiff war für ihn eine Erfahrung, die ihm sehr viel Freude bereitet hat, wobei wir ihm gerne Einblicke in unsere Art und Weise des Lebens gegeben haben. Auch wir haben einiges von ihm gerne gelernt. So soll es sein. Leider hatte er viel Pech mit dem Wetter.
Heute nun habe ich spontan das ganze Schiff umgekrempelt, sozusagen auf Winter programmiert: Die Kleiderschränke aus- und umgeräumt, ausgewischt, die Betten neu bezogen, wobei zum ersten Mal Inlets eingezogen wurden, da es nachts schon erstaunlich kühl wird, tagsüber aber noch herrlicher Sonnenschein und Wärme vorherrschen; das Besteckfach gleichfalls von Sommer (helles Besteck) auf Winter (dunkles, rustikales) umgerüstet, alle Polster waren draussen, ausgeklopft und an die Sonne gelegt. Gestern noch eine Dusche im Cockpit gehabt. Wir werden die Tage hier und weiter westlich noch geniessen! Galaxeidi ist ein hübsches Örtchen, die Häuser wieder einmal in einer ganz anderen Bauweise, einer mächtigen Kathedrale für diesen doch relativ überschaubaren Ort, und zahlreichen guten Einkaufsmöglichkeiten. Auch unser Liegeplatz hier ist bei jeder Windrichtung sicher.
Wir könnten uns wohlfühlen – wäre da nicht diese unendliche, nicht ebbende Trauer über das Schicksal unserer Segelfreunde Stefan und Heike. Unsere Gedanken sind immer bei ihnen! Wir können nur hoffen, dass Stefan grosse Schmerzen erspart blieben, und dass Heike irgendwie und irgendwann einmal darüber hinwegkommt! Stefan schaut bestimmt zu, wo immer er auch sein mag. Leb wohl, Stefan!

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Sie leben 8 Monate von ihren Familien getrennt…

…ägyptische Fischer, die wir hier kennengelernt haben in den Tagen, die wir hier auf die Reparatur unserer Maschine warten. Weit weg von ihrer Heimat verdienen sie hier ihr Geld – und weit weg von ihren Familien. Sie leben bescheiden, oft zu viert oder fünft an Bord eines Fischerbootes, schicken alles, was sie verdienen, nach Hause. Ich habe mich mit ihnen vergangene Nacht unterhalten, soweit das möglich war, in dem bescheidenen Englisch, das einer von ihnen sprach, und habe viel erfahren. Ich habe ausserdem den besten Tee getrunken, den ich jemals getrunken habe, schwarz und zuckersüss und stark, und bin aussergewöhnlich lieben Menschen begegnet. Man kann von solch einer Begegnung nur profitieren! Unseren deutschen Luxus kennen sie nicht und wollen ihn vermutlich auch nicht, sie können sich das gar nicht vorstellen. Aber auf der Parkbank, auf der wir uns unterhalten haben, mir eine Decke rüberzureichen, damit es mir nicht zu kühl wird, war eine Selbstverständlichkeit. Heute nacht sind sie draussen, morgen früh um 7 Uhr kommen sie zurück, haben uns schon Fische versprochen! Ich habe auch eine kleine Überraschung für sie, nachdem ich gesehen habe, wie sie schlafen: Eine Gästin hat einen 1a-daunengefütterten, atmungsaktiven Schlafsack hier hinterlassen: Den sollen sie gerne haben für ein bisschen mehr Komfort! Und wenn es geht und ich darf, möchte ich gerne morgen ein Foto von ihnen machen.

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Es war ein schöner,

wenngleich auch anstrengender Törn durch die Kykladen, den wir in 7 Tagen hingelegt haben: Von Samos über Patmos-Dhonoussa-Naxos-Paros-Syros-Kithnos-Kea nach Lavrion an der griechischen Festlandsküste – insgesamt 220 Seemeilen! Wind reichlich, Seegang gleichfalls und oftmals eine starke Strömung aus Nord gegenan, die uns gezwungen hat, viel aufzukreuzen, obwohl wir einen Weg gewählt hatten, der dies eigentlich nicht erforderlich gemacht hätte! Viele Orte wiedererkannt, die wir lange nicht gesehen hatten, andere neu entdeckt wie z. B. das entzückende Örtchen Naxos mit seinen kleinen verwinkelten Gässchen, wo kein Moped Krach macht, kein Auto fahren kann, die Restaurants in wunderschönen Höfen und entlang der weiss gekalkten Gässchen zu finden sind! Noch niemals so etwas aussergewöhnlich Hübsches gesehen. Ein Umzug hier dürfte allerdings problematisch sein, da die Gässchen oftmals keine 2 m breit sind, zum Teil mit Gewölben versehen, wie gesagt, kein Auto fahren kann, schon gar nicht ein Möbelwagen! Vielleicht muss man da Selbstbauteile des bekannten schwedischen Möbelhauses kaufen….. In Lavrion angekommen – ein völlig anderes Bild! Lärm, Abgase, lautstarke Mopeds Tag und Nacht, alles sehr hektisch und laut. Das macht die Nähe zu Athen, für uns allerdings völlig ungewohnt, wo wir die Idylle der kleinen Inseln kennen und zu schätzen wissen. Dafür allerdings gute bis ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten.
Nachdem unser Besuch von Bord gegangen ist, sind wir zum Kap Sounion gesegelt – da liegen wir nun, eingeweht bei Windstärke 8, wo wir doch dachten, dem Meltemi entflohen zu sein??? Und es soll noch gut 3 Tage so weitergehen. Verrückt

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Sommerloch –

oder Impressionen eines Sommers in Griechenland. Da es momentan nicht viel – eigentlich nichts – zu berichten gibt, hier wenigstens ein paar schöne Bilder dieses Sommers im Dodekanes:

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Alles und überhaupt

Ja, genau so liege ich jetzt da....

So, jetzt hat die Mama lange genug den Kasten gehabt, jetzt bin ich dran! Der neue Kasten ist nicht so gut wie der alte, sagt auch die Mama, weil, da kann man nicht drauf schreiben, weil die Pfoten nicht auf die Tasten passen. Also hat sie von dem mit der rosaroten Katze einen Extra-Klapperkasten gekauft, aber der war ihr zu langsam am Anfang; wenn wir aber ganz viel schreiben, wird der schneller! Und deswegen schreib ich jetzt auch wieder mal was. Hab nämlich am Tag einen tollen Platz gefunden, wo der Wind durchzieht, das tut richtig gut! Bin ja nicht wie der Dackel nebendran, der immer abgeduscht wird, oder die Katze von der Mama ihrer Schwester, die überall ist, wo Wasser ist! Aber das ist ja auch eine Rassekatze, würd die aber gerne mal sehen. Wasser mag ich nur trinken und am besten aus dem Eimer, den der Papa und die Mama mir immer extra holen! Mama meint zwar, es wäre das Wasser für ihre Wäsche, aber das weiss ich besser! Das ist extra für mich! Gehören halt alle erzogen, die Leute. Jetzt sind wir eine Woche alleine, das tut gut, obwohl die letzte mir ganz viele Leckerlis mitgebracht hat! Mama sagt, ich soll nicht immer die Leute anfauchen, aber – he was solls – die wollen mich immer anfassen, aber das will ich nicht. Anfassen dürfen nur Papa und Mama mich und sonst niemand! Sollen froh sein, dass ich nur fauche…. Aber ansonsten ists langweilig: Die mit dem viereckigen Schiff, mit den zwei Hufen, mit dem rosaroten Schlafftier, wo die Mama und der Papa abends immer gesessen sind und ich dann kontrollieren gegangen bin, die habe ich wirklich gemocht und da war soviel Platz, sind jetzt auch weg. Und die gehen immer weiter weg. Und Mama und Papa sind traurig, weil wir die vielleicht nicht so schnell wiedersehen. Und die anderen, das lange Elend und seine Frau, und der Glatzkopf und seine neue/alte hübsche Freundin, sind auch schon weit weg. Vielleicht holen wir die von der anderen Seite ein. Und der Rest, sagt Papa, geht nach Deutschland, Rasenpflegen, oder ist krank oder in der Marina. Schon bisschen traurig. Vielleicht wirds ja nächstes Jahr anders. Mir ists wurscht, solange ich was zu essen und trinken bekomme und rauskann. Weil, wenn die segeln, gehe ich ja nicht raus oder ganz selten. Vielleicht kann man ja auf dem Atlantik auch ankern nachts, wie die Leute meinen, die immer fragen, wie man das 21 Tage aushält ohne Schlafen und so, aber die wissen das halt nicht besser.
Ok, Leute, das langt für heute, muss mich jetzt erstmal stärken, hab auch genug gearbeitet bei den Temperaturen, das seht ihr doch ein? Bis die Tage mal, wenn ich wieder Lust habe oder drankomme, falls die Mama nicht wieder alles in Beschlag nimmt…..

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