Kleine Zusammenfassung…

…der letzten Tage: Sind aus Orhaniye ausgelaufen, zuerst in eine schöne Bucht vor Anker, wo wir vollkommen alleine lagen, dann nach Symi-Stadt, liegen jetzt in Datca vor Anker, gehen morgen noch auf den Markt, dann nach Orhaniye zurück, wo wir auf die Ankunft eines Freundes aus Deutschland warten, der wichtige Dinge für uns mitbringt: Schwarzwälder Speck, -Schinken, unsere neuesten Bankkarten, da wir ja eine „neue“ Bank haben, der Name hat gewechselt, also alle neu geschickten Karten dieses Jahr sind nochmals neu (…), watt`n Stress, vor allem für unsere Postadresse in Deutschland, die total überfordert ist, muss geändert werden.

Socke hat es in Symi-Stadt geschafft, über die Strasse zu rennen, was sie partout wollte und musste, kam zurück mit einem schwer lädierten Pfötchen, seither leidet sie. Keine Angst: Es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört, es geht ihr schon besser, sie wird verwöhnt, sie ist auch eine grosse Simulantin, weiss manchmal nicht, welches Pfötchen sie hochhalten soll, das linke oder das rechte…..

Ansonsten war der Törn von Symi nach Datca ein Probetörn für unser neues Lattengross: Wir haben es bei zuletzt 30 Knoten Wind mit einem Reff gefahren, den Klüver auch eingerefft. Die bessere Alternative, das haben wir im Nachhinein diskutiert, ist, die Fock dazuzusetzen, den Klüver komplett einzurollen; gelaufen sind wir immerhin mit einem sauberen Unterwasserschiff und sehr wenig Lage – sehr, sehr angenehm! – noch 7,5 Knoten. Für unsere schwere Lady supergut – am Wind, muss man noch dazusagen. Das neue Lattengross ist eine absolute Bereicherung.

Was mir ungeheuer Spass macht, ist unser neues Dinghi! Es ist absolut super. Interessant ist der Unterschied von 15 cm: das alte Dinghi war 2,65 m lang, das neue 2,50, die Schläuche beim alten waren 42 cm, beim neuen 38 cm. Es lässt sich unheimlich gut paddeln, aber auch unter dem AB verhält es sich gut. Aber ich werde hier zum Sauberkeitsfanatiker: Es steigt mir niemand – auch nicht der Skipper!!! – mit schmutzigen Strassenschuhen ein!  Habe es heute geputzt, kann nicht angehen, dass bei so kurzem Gebrauch soviel Dreck hereingetragen wird. Schuhe ausziehen – fertig. Wird anderswo auch nicht anders gemacht.

So, und jetzt gibt es ein feines Pastaessen und ein schönes Glas Bordeaux dazu.

ich liebe dieses Dinghi, - sieht man, dass es Spass macht, oder?
schnuckeliges kleines Ding, voll tauglich, super!
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Unterwegs…

….zu neuen Zielen! CHARISMA läuft sehr gut mit ihrem neuen Unterwasserschiff – selbst bei schwachen Winden. Noch haben wir die Buchten für uns alleine, wissen das auch zu schätzen. Heute sind wir Symi-Stadt angelaufen, um die geplanten Einkäufe zu tätigen und auch wieder ein bisschen Griechenland zu geniessen.

Wir haben übrigens beschlossen: Bilder gehen nicht mehr in die Galerie 2010, sondern sowohl Einzelbilder (wenn es nicht viele Bilder zu zeigen gibt) als auch Diashows, wenn es sich rentiert,  veröffentlichen wir ab jetzt im Logbuch. Ist auch einfacher für den Betrachter unserer Seite. Deswegen heute schon mal ein paar Fotos.

die absolute Peter-Katze!!
so sieht`s aus, wenn nur die Alten auf den Inseln bleiben, die Jungen abwandern
Restauriert für den Tourismus

 ansonsten einfach griechisch - schön!

Über Kommentare freuen wir uns immer, da wir in diesem Sinne kein Gästebuch führen!

Wieder im Wasser!!!

 

Am Ostersonntag, 4. April, haben wir unsere CHARISMA aus dem Wasser geholt, am heutigen Weißen Sonntag, 11. April, ging sie wieder in ihr natürliches Element zurück! Wir hätten schon gestern liften können, wollten uns das aber nicht antun, nachdem wir am Morgen noch den letzten Anstrich aufgetragen hatten. Die ganzen Arbeiten liefen so super und stressfrei, abgesehen davon, dass wir fast unser Söckelein verloren hätten, da machts nichts, noch eine Nacht hoch und trocken zu stehen.

Wir sind unheimlich stolz auf das, was wir in dieser kurzen Zeit geleistet haben! Unser Schiff sieht einfach gigantisch gut aus, genau betrachtet, sah sie noch nie so perfekt aus wie jetzt! Nirgendwo auch nur der kleinste Makel, einfach toll! Es war unheimlich viel Arbeit, vor allem musste das Unterwasserschiff von Hand abgeschliffen werden, da das Schiff nebendran poliert wurde und die Schleifmaschine trotz Filter doch Staub verbreitet. Den Rumpf konnte Peter noch mit der Maschine schleifen, gottseidank.

Jeder, der unser Schiff sieht, beglückwünscht uns zu ihrem guten Aussehen und uns zu unserer tollen Arbeit. Ja, das darf man sagen, wir sind stolz auf uns und unsere Leistung! Noch haben wir keine Materialbilanz gezogen, aber schätzungsweise sind um die 45 kg Farbe aufgetragen worden. Und als wir bei strömendem Regen ins Wasser gelassen wurden und auf unseren Platz gefahren sind, wollten wir eigentlich gar nichts mehr machen heute! Aber, wie es so ist: Peter hat dann doch noch das Deck abgespritzt (wenn man an Land steht, wird ja alles immer unheimlich schmutzig), ich habe die Betten neu bezogen, bei der Gelegenheit gleich die Wäschefächer ausgesaugt, weil das noch nicht genug war, alle Böden, Wände, Kojen abgesaugt, Möbel poliert – man findet einfach kein Ende. Nun fahren wir morgen gemeinsam nach Marmaris, bestellen unser Dinghi, Dienstag fahren wir an den Kadir-Steg, holen unsere eingelagerte Ware (Aussenborder, Bordfahrrad) ab, ich lasse dort die Wäsche waschen, dann sind wir fertig und können los!

Fazit: Seit Mitte März haben wir an unserem Schiff gearbeitet: Das Deck abgeschliffen und neu gerollt, alle Holzteile – Handläufe, Schiebeluk, Schotten etc. abgeschliffen, 4- teilweise 5mal lackiert, und jetzt Rumpf und Unterwasserschiff, gleichfalls von Grund auf neu gemacht, heisst: abgeschliffen, geprimert, Rumpf einmal satt gerollt, Unterwasserschiff drei Anstriche. Den letzten übrigens endlich einmal im richtigen Blau: Beim letzten Mal habe ich mich nämlich in der Farbe vergriffen: War so ein richtiges schwuchteliges Hellblau! Jetzt haben wir ein sattes, dunkles Navy-Blue drauf, sieht super aus.

Gerne hätten wir am Wasserpass noch einen weissen Streifen gehabt, das hat aber in der Kürze der Zeit nicht mehr geklappt – kommt aber noch!

Nachdem der Skipper bei den Kampfeinkäufen in Rhodos diesmal den Sekt nicht vergessen hat!!! werden wir ein Tässchen auf unsere gelungenen Arbeiten heben.

So, genug der Selbstbeweihräucherung, endlich gibt es Bilder. 

Man lernt nie aus!!!

Kleiner Nachtrag noch: Haben heute den ersten Antifouling-Anstrich aufgebracht, wie geplant. Ich sah natürlich wieder aus wie ein kleines Schweinchen, total schwarzgesprenkelt, weil ich ja aufgrund meiner überragenden Grösse immer die unteren Regionen des Unterwasserschiffes rollen darf! Da kam Allen von der Shangri-La vorbei und meinte, ich müsste was an meinem Aussehen tun (sehr freundlich). Der Tip, den er mir aber gab, war allerdings einwandfrei:  Das giftige Zeug nicht mit genauso giftigem Verdünner von der Haut reiben, sondern mit WD 40, ölhaltig, funktioniert viel, viel besser, schont und pflegt die Haut! Wer hätte das gewusst?? Man lernt eben immer noch dazu. Und WD 40 hat jeder Segler an Bord!

Ein weiterer kleiner Tip – und der kommt von uns: Antifouling, da man immer!! mindestens zwei Anstriche aufbringt, in zwei verschiedenen Farben rollen. Dann weiss man, wo man schon war, und was man noch streichen muss, das machen wir seit Jahren schon so, vereinfacht alles ungemein.

Abgesehen davon scheint das Unipro von International ein sehr ergiebiges Antifouling zu sein: Eine 5-l-Dose reicht für 52 qm ohne Einschränkung! Man rollt es ohne Verdünner (im Gegensatz zu den Produkten, die wir vorher benutzten), kann es satt auftragen, macht einfach einen sehr guten Eindruck. Wenn es jetzt noch die versprochenen mindestens 2 Jahre hält, wären wir der Firma gegenüber unendlich verbunden bzw. dankbar (oder sollten die das uns gegenüber sein nach der Werbung, die wir für sie gemacht haben???)!  Es sind ja nicht unerhebliche Kostenfaktoren, das muss man immer bedenken.

In diesem Sinne haben wir hoffentlich wieder eine ruhige friedliche Nacht, nachdem die Katze sicher an Bord ist, sich wohlfühlt, alle Arbeiten im Plan sind, CHARISMA sieht jeden Tag besser aus.

SOCKE ist wieder an Bord

Entwarnung also nach vier Tagen und drei Nächten, die mich an den Rand der Hysterie gebracht haben! Sie ist doch unser Kind! Hat heute früh einen Kartinalsfehler begangen, indem sie in ein Schiff geflüchtet ist, das wir zumachen konnten. Das Management informiert, Katzenkorb geholt, rein, Katze aufgestöbert, in den Korb gelockt, zugemacht, zurück an Bord der CHARISMA gebracht mit viel Streicheleinheiten unterwegs! Sie schrie ja wie eine Verrückte, war noch völlig verstört. Nun ist sie  happy, wir auch !War übrigens kein schlechtes Schiff, das sie sich ausgesucht hatte, könnte uns auch gefallen: Eine Mikado,  17 m Länge, legendär schön, deren Besitzer wir zufälligerweise auch noch kennen, er ist am Verkaufen. Dies ist aber eine Kategorie zu hoch für uns.

Ansonsten gehen die Arbeiten an der CHARISMA planmässig voran, haben gestern den Rumpf lackiert (gerollt), heute am UW-Schiff den Primer aufgebracht, morgen 1. Anstrich, übermorgen 2. Dann sind wir auch fertig, wenn am Sonntag der grosse Regen kommt! Und danach gibt es auch die versprochenen Fotos.

Eins zwischendurch: Der Skipper am Skypen…

SOCKE ist weg

Ja, Socke ist weg! Gestern abend haben wir uns ein Essen im Club der Marti erlaubt, kamen an Bord zurück, haben Socke noch etwas Auslauf gegeben, nichtsahnend, dass sie über den Bug auf das Motorboot und von da an Land gehen kann!. Heute morgen aufgewac ht – keine Katze da. Den ganzen  Tag gearbeitet, die Katze gesucht, gefunden, auf verschiedenen Schiffen, die Marina alarmiert, nach dem Eigner des einen, auf dem sie ist, in das ich nicht reinkomme, so geht das den ganzen Tag schon! Glaubt mir: Ich habe mir Verletzungen zugezogen, um diese dämliche, blöde Katze zu finden. Habe sie auch gefunden, zusammen mit Peter – er mit dem Käscher, ich mit einem Sack, den ich vorher überprüft habe, Katze drin -endlich!!!!, bricht das Scheissteil durch. Ich glaube es nicht. Katze wieder weg. Jetzt steht endlich der Lift still, auch der Klomann, der endlich mal Hochdruckspritzen durfte, das seit Stunden tut, hat aufgehört, es wird langsam dunkel, es wird ruhiger auf dem Gelände, endlich, vielleicht beruhigt sie sich und wir finden sie wieder. Sie mag keinen Lärm. Wir haben ja eine Psycho-Katze. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, können wir sie dann an Bord lotsen. Den Motorbootmännern habe ich erklärt, sie mögen doch bitte, bitte!!! ihre kleine Leiter draussen lassen, über die das MISTVIEH gestern nacht rauskam. Rein kam sie darüber nicht mehr, denn die gehen abends um 20 Uhr von Bord und ziehen die Leiter ein. Nach dem Essen., wenn es hier in der Marina wirklich ruhig geworden ist,gehen wir nochmals los, suchen, locken, rufen, haben Futter dabei (und den Käscher und eine Tasche, die dicht ist!!!!) und dann finden wir sie – oder auch nicht. Soll ihr eine Lehre sein. Was haben wir mit diesem MISTVIEH nicht schon Ärger gehabt. Ist ja nicht die erste Katze, die wir haben, aber die erste an Bord und das seit 4 Jahren. Mehr morgen -oder auch nicht. Bin stinkig sauer, waren so gut am arbeiten, nun bekommen wir noch Stress, der nicht geplant war und das, wegen dem blöden Vieh. Sorry, sind momentan alle beide auf 180 -wir lieben unsere SOCKE, und wenn sie zurück ist, falls sie oder wir das schaffen, wird sie gebauchpinselt – und führt sich auf, als wäre nichts gewesen…..das MISTSTÜCK

High and dry…

Die Charisma ist draussen! Hoch und trocken steht sie am Platz. Nun geht die Arbeit los. Gar so schlecht sah das Unterwasserschiff nicht aus, aber trotzdem. Zehn Tage haben wir Zeit, unsere Arbeiten zu machen. Jedes einzelne Mal, wenn sie geliftet wird, steht mir das Herz: Schafft es der Kran, wissen die, wie schwer wir sind? Sie wissen es. Es sind Profis.Und hier besonders kennen sie uns. Dieses Mal wird auch der  Rumpf neu gemacht. Es ist an der Zeit. Ferrobeton ist einfach ein spezielles Material, das auch speziell behandelt werden muss.  Die Schriftzüge sind schon neu gemacht, liegen hier parat. Leicht schräg nach steuerbord werden wir die nächsten Tage verbringen müssen, ist aber kein Problem. Bilder gibt es im neuen Eintrag, wenn wir in zehn Tagen wieder im Wasser sind -Vorher-nachher-Bilder.. in diesem Sinne FROHE OSTERN