Ohne Titel – zum Nachdenken…

Wir liegen nach einem schönen Törn seit einigen Tagen hier in Bozburun vor Anker und geniessen es. Dabei ist mir allerdings etwas aufgefallen, was mir nicht ganz in meinen Kopf geht: Auf mindestens 9 von den 12 Schiffen, die hier vor Anker liegen, erscheint mir die Aufgabenteilung etwas seltsam,  wer auch immer die Einteilung vorgenommen hat: Entweder stehen die Frauen mit Handschuhen bewaffnet beim Einlaufen dekorativ vorne am Anker, den er vom Cockpit aus per Fernbedienung betätigt, oder sie sitzen während des gesamten Ankermanövers im Cockpit oder gar unten in der Kajüte, oder aber stehen am Steuer, nachdem er  rückwärts eingekuppelt hat, halten krampfhaft das Steuer umklammert, während er wie Tarzan nach vorne spurtet, den Anker fallenlässt und lautstark Kommandos rückwärts brüllt, die aber von dort nicht nachvollzogen werden.

Ähnliches passiert, wenn das Dinghi per Fall vom ihm mühsam alleine zu Wasser gelassen wird, während sie irgendwo verschwunden ist bzw. im Cockpit liest.  Dass sie nie alleine mit dem Beiboot an Land fährt, weder paddelnderweise noch unter Aussenborder, versteht sich von selbst.

Wie es auf diesen Schiffen während des Segelns aussieht, kann ich,  ohne grosse Phantasie aufzuwenden, nachvollziehen.

Frage ist nur: Können sie nicht, wollen sie nicht oder dürfen sie nicht?

Da sieht es bei uns doch ein kleines bisschen anders aus, möchte ich an dieser Stelle sagen.  Denn sowas wäre mir schlicht und einfach zu langweilig oder einfacher ausgedrückt: zu blöde…

P.S.: Nein, es ist kein deutsches Phänomen, das geht querbeet durch sämtliche hier liegenden Nationalitäten.

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Autor: charismasegeln

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2 Kommentare zu „Ohne Titel – zum Nachdenken…“

  1. lach… zufällig auf dem Blog gelandet und heftiges Kopfnicken überfiel mich grad. War selber als junge Frau / Co-Skipperin längere Zeit vor 10 Jahren unterwegs und machte die selben Beobachtungen. Doch der Hammer war, dass sogar der Eigner durchaus schon darauf angequatscht wurde, dass er mir das Dinghi alleine überlassen würde.. als er an Bord zurückblieb 😉 und ich Richtung Land düste.

    Doch ganz ehrlich, einigen Damen hatte ich sogar schon Dinghi-Lessons angeboten, doch mit wenig Interesse. Eine sagte mir ehrlich gradeaus, dass sie gar nicht wolle selbstständig sein, so sei ihr Kerl immer an ihrer Seite ;-)…

    Mein Skipper bestand drauf, dass ich als Frau beim Ankern den gemütlicheren Part am Steuer übernahm (auch aufgrund der beschriebenen Beobachtungen ;-)…
    Herzliche Grüsse, Connie

    1. Ja, Connie, die ich (noch) nicht kenne: Es bleibt dabei, ein paar Tage und Buchten weiter und dasselbe Bild! Begreifs immer noch nicht so ganz, aber muss ich das?

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