Waldbrände auf Samos

Und wieder brennt es auf Samos! Diese wunderschöne grüne Insel, die östlichste der Sporaden, wird immer wieder von verheerenden Waldbränden heimgesucht. Auch heute in den frühen Morgenstunden wurden wir durch giftige Plastikdämpfe geweckt, als wir aufstanden, war alles schon voller Qualm, der starke Wind hat gleichfalls dazu beigetragen, das Feuer immer weiterzutragen. Sobald das Tageslicht einsetzte, waren die Löschflugzeuge im Einsatz, unermüdlich den ganzen Tag, bis jetzt noch, in den späten Abendstunden. Manchmal hatte man die Hoffnung, die Brände sind eingedämmt, aber immer wieder flackern sie auf, auch jetzt noch wieder dunkle Qualmwolken, die davon zeugen, dass irgendwo wieder ein Brandherd aufgeht.

Wie oft schon wurde diese wunderbar grüne Insel von Bränden heimgesucht.

ohne Worte

 

aufgenommen am hellen Tag!

 

 Der Ascheregen auf dem Schiff ist unbeschreiblich, wir haben alles dichtgemacht. Auch der beissende Brandgeruch ist nahezu unerträglich.

Ein perfekter (Segel-)Tag…

war das gestern! In einem Rutsch durch von Kos bis Samos! Herrliches Segeln unter Vollzeug ohne eine Wende, wenig Seegang, Geschwindigkeiten bis 7,8 Knoten – in der Rekordzeit von 8,5 Stunden waren wir nach 53 sm hier oben.  Zu Beginn hatten wir noch überlegt, da wenig Wind war, nach Leros oder Gümüslük auszuweichen, haben dies aber mit zunehmender Windgeschwindigkeit verworfen, das muss man einfach ausnutzen. Die Windrichtung ist im Sommer hier eine Seltenheit, nämlich SSW, das Ganze mit moderaten 18-20, manchmal ein bisschen mehr Knoten, auch der Himmel war sehr bedeckt, zum Teil gewitterhaft, am Mittwoch und Donnerstag soll es wieder Starkwind aus NNW geben und davor wollten wir hier sein. Hat perfekt gepasst. So sollte Segeln immer sein! Tja, im Mittelmeer halt meistens reines Wunschdenken. Dieses eine Mal hat es geklappt! In diesem Sinne

Leckerlis und andere Dinge…

Ok, Leute, habe meine Siesta beendet, der Papa ist mit der Katja und dem Alexander an Land gepaddelt, die beiden wollen alte Steine gucken und der Papa will zum Berber – warum das, weiss ich nicht, hat ja eh keine Haare auf dem Kopf, kostet nur Geld. Die Mama ist endlich von dem Kasten weg, dann kann ich ja auch mal was schreiben, weil der Fisch heute abend ist mir sicher!

Muss echt sagen, die Beiden, der Alexander und die Katja, sind unheimlich lieb, die haben mir auch Katzenleckerli aus Berlin mitgebracht, die gibt die Katja mir jeden Morgen, ABER: Dann will die mich streicheln! Da kann ja jeder kommen, hab ihr das mal klargemacht, dass das nicht geht, sie mal kurz angefaucht, hat sie sich bei der Mama beschwert! Ihr glaubt es nicht, Leute: Die Mama hat mit mir geschimpft, aber wie! Sagt, ich wäre eine undankbare Person und solle mich gefälligst nicht so anstellen! Hab ihr nur einen müden Blick zugeworfen und mich in meiner Bierpalette eingekuschelt. Sollen die doch machen, was sie wollen – mit mir auf  jeden Fall nicht. Das Segeln war nicht so stressig, bis auf heute morgen, wo wir da von der Bucht los sind und es schon wieder gefegt hat, der Seegang hat mich aus meiner Palette gekippt, bin ich halt dann in mein Schwalbennest gekrochen, passt exakt für mich, kann ich nicht rausfallen und allzu lange ging es ja auch nicht, bis wir in dem Gemüseglück ankamen. Jetzt sind die, wie gesagt, an Land, und ich kann endlich, wenn ich hier fertig bin, mit der Mama kuscheln. Der vom Brüllturm hat uns übrigens gleich begrüsst, als wir hier ankamen, ich glaube, der singt nur für uns…..So, zu mehr habe ich heute keine Lust, ist viel zu heiss, war schon drauf und dran, mit der Katja ins Wasser zu gehen, habe aber rechtzeitig die Kurve gekratzt, da sieht man mal, was die Hitze alles bewirkt, hätte fast einen falschen Fehler gemacht….

Schlafen ist immer gut, egal, wo und wie

Samos-Kos-Samos-Express…

Nun wirds aber langsam Zeit, wieder einmal einen neuen Logbucheintrag zu machen! Die faulen Tage auf Samos sind vorbei, es war sehr schön, viele alte Freunde wieder getroffen und selbst an der Stadtpier am letzten Tag war es gut auszuhalten – bis auf den Lärm aus der Bar, der bis 6 Uhr morgens anhielt! Manche finden eben nie ein Ende.

Mit unserem Besuch sind wir nun den ganzen Inselbogen – Agathonisi, Lipsi, Leros mit einem Abstecher ins „Gemüseglück“ heruntergesegelt und hatten herrlich schöne Tage vor Anker im glasklaren Wasser wunderschöner Buchten, die wir zum Teil seit Jahren nicht mehr besucht haben, wie Lera-Reede im Süden von Lipsi. Auf diesem Törn kochen wir sehr viel an Bord, geniessen das auch, weil die Einkaufsmöglichkeiten hier in Griechenland um so vieles besser sind als auf der anderen Seite – bis auf das Gemüse, das hier einfach frischer und vielfältiger ist. Heute gibt es lecker Fisch, ist ja immerhin Freitag, und auch SOCKE bekommt einen kleinen eigenen Fisch, da freut sie sich schon drauf!

Leider ist dieser harmonische Törn am Montag in Kos schon wieder zu Ende, Katja und Alexander verlassen uns, um in ihrem Haus auf Kreta noch ein paar schöne Urlaubstage zu verbringen, und wir schiessen wieder nach Samos, um die nächsten Gäste aufzunehmen.

...und dann fuhren sie ganz langsam um Kap Hoorn...

 Ach ja, fast hätte ich es noch vergessen: Wir haben auf der Strecke hier herunter unheimlich viele White-, Orange- und Blue-BoxDelphine gesehen! Eine unheimlich seltene Rasse Delphine, von denen wir schon fast glaubten, dass es sie nicht mehr gibt. Nun, hier sind sie!

Ich auf Samos

Muss aufpassen, Papa ist weg!!!

Ja, da sind wir nun: Auf Samos! Es hat natürlich wieder länger gedauert als geplant, aber das kenne ich ja schon. Heisst für mich: 8 Stunden nicht aus der Falle raus! Weil, es wackelt ja alles und so. Aber da kennen die ja gar nichts. Jetzt liegen wir hier vor Anker, das hatte ich ja schon vorhergesehen, kann also wie gesagt nicht an Land, haben die ganz gefickt eingeschädelt! Aber, was noch viel schlimmer ist: Es bläst TAG und NACHT! Keine Sekunde ohne Wind. Wer wollte denn hierher??? Selbst die Mama sagt, dass sie das nicht mag!  Kann auch am Tag nicht raus, weil die das Sonnendach wegmachen mussten, sonst hätte der Wind das weggeblasen! Jetzt bleiben wir noch eine Woche hier, bis die Leute kommen. Mama sagt, und der Papa auch, die seien ganz nett, und deswegen könnte man sowas schon mal machen. Ist ja eigentlich auch ganz schön hier, wenn es nur nicht so verrückt blasen würde. Die Mama ist mit dem vom Nachbarboot vorgestern auf die andere Seite der Insel gefahren, um einzukaufen und zu schauen, wie es da aussieht, weil die da vor 20 Jahren schon mal waren, die Mama und der Papa. Aber das war nicht da, sondern woanders, sagt die Mama, nämlich Karlovassi und nicht Vathy, heisst ja alles gleich, was solls.

Jetzt ist der Papa wieder an Land,ich muss aufpassen, dass er sich nicht verpaddelt, weil der Wind so stark ist, die Mama hockt schon wieder an dem Kasten, der Papa will Fussball gucken, obwohl das ja nicht mehr interessant ist, wo die Jungs sich verpeilt haben, aber die waren glaube ich saugut, was ich so gehört habe. Als Katze interessiert man sich ja für alles.  Die Mama passt auch auf, wenn sie nicht gerade Alpträume hat vom 5:0 für Deutschland, wo es 0:1 ausgeht, aber die hat ja keine Ahnung vom Fussball… In diesem Sinne, wünsch euch was, könnt ja mal die Daumen drücken, dass wir wenigstens auf den 3.Platz kommen.

Ach ja, noch was: Hier gibt es ganz grosse Vögel, viel grössere, als ich jemals gesehen habe! Und die erschrecken mich aber echt tödlich. Die fliegen über die Mastspitze, wollen mich angreifen, und das mehrmals am Tag! Die sind noch grösser als die Raben auf Rhodos, die mich ins Wasser gejagt haben! Die haben oft auch was auf dem Bauch stehen: Wie www.air.berlin.com. oder sowas. Die sind vielleicht gross. Waren die letztes Jahr schon da, als wir hier waren? Ich glaube ja. Hat die noch niemand abgeschossen??? Ich auf jeden Fall schiesse wie eine Rakete in meine Kajüte, wenn die  angreifen – ist ja wohl klar, mich kriegen die nicht!!!

Nur Stress…

ICH bin am Steuer, sonst klappt das nicht...

Muss mich wieder mal selber melden, damit die Leute wissen, dass mit mir alles ok ist – oder auch nicht. Meine Pfote schone ich immer noch, die Mama prüft das zwar jeden Tag, kann nichts feststellen, weil ich mit allen vier Pfoten ihren Perverser gleichmässig zerrupfe, aber sie hat ja recht: Irgendwas stimmt da noch nicht. Die letzten Tage waren recht gemütlich für mich, in dem griechischen Hafen war es echt klasse, da sind die Leute gekommen, um mich zu fotografieren! Mich??? Warum um alles in der Welt?? Die eine sagt, ich wäre so schön weiss, bin ab wie eine Rakete in meine Kabine, ich lass mich doch nicht von jedem fotografieren! Da hat mich die Mama wieder rausgeholt, hat die Frau sich aufgeführt, als wäre ich die einige Katze auf der Welt. Dann waren wir zwei Tage auf einer unbewohnten Insel, da hat es jetzt zwei wilde Katzen, nicht nur eine wie letztes Jahr, und die vertragen sich nicht. Wie die da wohl hingekommen sind? Tun mir echt leid, wovon leben denn die? Da geht es mir doch viel besser, mir geht es sogar noch besser wie dem Moritz, dem Kater von der Gaby, der sauft tropfenweise Wasser aus dem Wasserhahn, ich hab da einen ganzen Eimer, den hat die Mama sich als Duschwasser hergestellt, wäre ich vorgestern fast reingefallen, aber hoppla! Jetzt sind wir in einem Ort, den nennen die „Gemüseglück“, dachte schon, wir bleiben da ein paar Tage, weil mir war`s so schlecht auf der letzten Fahrt, aber die wollen morgen ganz früh los, um direkt nach Samos zu segeln. 40 Meilen! Da geht es wieder zur Sache, das weiss ich ganz genau! Hoffentlich ist dann mal ein paar Tage Pause, so sehr mag ich das Segeln nämlich auch nicht gerade. Und vor allem gehen die da wieder vor Anker, dann kann ich wieder nicht an Land! Und dann kommen da auch wieder Leute an Bord, da muss ich wieder nett sein. Aber das bin ich eigentlich immer – oder meistens wenigstens. Aber dort kauft die Mama mir immer ganz ein lecker Feines ein, das gibt es nämlich dort, das weiss ich noch von letztem Jahr. Vielleicht wäre es noch besser für mich, wenn die Mama mir Gemüse kochen würde – wie die Gaby dem Moritz. Ob ich den mal treffe? Interessant sieht er ja aus…

Und schon fängt das wieder an: Die Neugierigen schauen auf meine Seite, die Mama schaut auf die Statistik, wundert sich, was ist denn da so interessant??? Aber keiner antwortet. Warum nicht?

P.S: Es waren 49 Meilen! Hab ich`s doch gewusst!!!