Ich auf Samos

Muss aufpassen, Papa ist weg!!!

Ja, da sind wir nun: Auf Samos! Es hat natürlich wieder länger gedauert als geplant, aber das kenne ich ja schon. Heisst für mich: 8 Stunden nicht aus der Falle raus! Weil, es wackelt ja alles und so. Aber da kennen die ja gar nichts. Jetzt liegen wir hier vor Anker, das hatte ich ja schon vorhergesehen, kann also wie gesagt nicht an Land, haben die ganz gefickt eingeschädelt! Aber, was noch viel schlimmer ist: Es bläst TAG und NACHT! Keine Sekunde ohne Wind. Wer wollte denn hierher??? Selbst die Mama sagt, dass sie das nicht mag!  Kann auch am Tag nicht raus, weil die das Sonnendach wegmachen mussten, sonst hätte der Wind das weggeblasen! Jetzt bleiben wir noch eine Woche hier, bis die Leute kommen. Mama sagt, und der Papa auch, die seien ganz nett, und deswegen könnte man sowas schon mal machen. Ist ja eigentlich auch ganz schön hier, wenn es nur nicht so verrückt blasen würde. Die Mama ist mit dem vom Nachbarboot vorgestern auf die andere Seite der Insel gefahren, um einzukaufen und zu schauen, wie es da aussieht, weil die da vor 20 Jahren schon mal waren, die Mama und der Papa. Aber das war nicht da, sondern woanders, sagt die Mama, nämlich Karlovassi und nicht Vathy, heisst ja alles gleich, was solls.

Jetzt ist der Papa wieder an Land,ich muss aufpassen, dass er sich nicht verpaddelt, weil der Wind so stark ist, die Mama hockt schon wieder an dem Kasten, der Papa will Fussball gucken, obwohl das ja nicht mehr interessant ist, wo die Jungs sich verpeilt haben, aber die waren glaube ich saugut, was ich so gehört habe. Als Katze interessiert man sich ja für alles.  Die Mama passt auch auf, wenn sie nicht gerade Alpträume hat vom 5:0 für Deutschland, wo es 0:1 ausgeht, aber die hat ja keine Ahnung vom Fussball… In diesem Sinne, wünsch euch was, könnt ja mal die Daumen drücken, dass wir wenigstens auf den 3.Platz kommen.

Ach ja, noch was: Hier gibt es ganz grosse Vögel, viel grössere, als ich jemals gesehen habe! Und die erschrecken mich aber echt tödlich. Die fliegen über die Mastspitze, wollen mich angreifen, und das mehrmals am Tag! Die sind noch grösser als die Raben auf Rhodos, die mich ins Wasser gejagt haben! Die haben oft auch was auf dem Bauch stehen: Wie www.air.berlin.com. oder sowas. Die sind vielleicht gross. Waren die letztes Jahr schon da, als wir hier waren? Ich glaube ja. Hat die noch niemand abgeschossen??? Ich auf jeden Fall schiesse wie eine Rakete in meine Kajüte, wenn die  angreifen – ist ja wohl klar, mich kriegen die nicht!!!

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Autor: charismasegeln

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3 Kommentare zu „Ich auf Samos“

  1. Was bist Du für eine süße Katze!
    Also, Dich muß man liebhaben, Socke!
    Haben Deine Eltern aber auch ein Glück!
    (Ich hoffe, ich wiederhole mich nicht bei jedem E-Mail,
    aber ich kann es nicht oft genug erwähnen.)
    Und was für ein begnadeter Autor – die interessantesten und fesselndsten Segelberichte, die ich jemals gelesen habe. Solltest unbedingt alle Deine Berichte in einem Buch sammeln…ist jetzt schon mein Lieblingsbuch…
    und bitte viele Bilder von Dir!!
    Also, derzeit steht`s beim Fußball 2:2 und ich drück` natürlich die Daumen und wünsche Dir, dass der Wind bald aufhört so wild zu blasen, denn das kann einem den schönsten Ankerplatz vergällen.
    Liebe Grüße
    Elisabeth

    1. Ja, super Elisabeth, ich kenn Dich jetzt ja schon eine Weile, danke für den Fussballstand, ist ok, muss noch besser werden für die Jungs. Habe aber eben ein anderes Problem: Hab an AirBerlin geschrieben, denn die schicken die Vögel über meinen Kopf und das kann es ja wohl nicht sein!!! Muss immer abtauchen in meine Kabine(n), bis die über der Mastspitze weg sind. So grosse Vögel!!! Die kann ich nicht fangen.

  2. Kann mir vorstellen, dass Dich das ärgert – viel Lärm um nichts. Die müssen ja gleich mal in Deiner Nähe landen, wenn die so knapp über der Mastspitze fliegen. Da hättest Du auch an Land keine Freude, glaub mir.
    Aber ich schätze, wenn der neue Besuch da ist, dann werden Deine Eltern bestimmt in ein schöneres, ruhigeres Revier segeln und bis dahin paß` gut auf Dich auf, nicht, dass Du noch vor Schreck mal ins Wasser fällst.

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