Der Sockencharakter

Ich glaube,  nach der langen Zeit des Logbuchs unserer Katze muss ich auch mal was zur Aufklärung beitragen als Katzenmama, um den Charakter dieser besonderen Katze zu erklären. Sie ist nämlich unsere „Wachkatze“ im Sinne von Wachhund.

Stehe ich morgens auf, ist sie schon da nach dem Motto, „ihr habt jetzt lange genug geschlafen, ich will jetzt was zu essen und das SOFORT!!!!. Führt dazu, dass sie mir an die Beine geht und vor ihrem Fressnapf steht, nicht mehr weggeht, bis da was drin ist. Steht der Peter vor mir auf, bleibt sie liegen, genau 5 Minuten, steh ich dann nicht auf, um – s. o. – steht sie im Vorschriff vor meinem Bett und schreit mich an, bis ich aufstehe. (Wo gibt es denn sowas, liegen bis in die Puppen, und ich habe nichts zu essen!!!).

Haben wir Besuch an Bord, verhält sie sich sehr zurückhaltend, geht jedem aus dem Weg, es sei denn, jemand will sie streicheln, da ist Misstrauen angesagt, bringt der-diejenige Katzenleckerlis mit, werden die gönnerhaft angenommen, aber ja keine Zudringlichkeiten in Form von Streicheln oder so….!!! Das wäre ja noch schöner, bin ich denn bestechlich???

Gehen wir von Bord, ignoriert sie uns, kommen wir zurück, steht sie am Heck und schreit wie am Spiess, „hab euch erkannt, bringt ihr mir was mit????, wenn ja warum nicht sofort??“

Sind wir auf einem anderen Schiff in der Nähe und unterhalten uns,  sie hört unsere Stimmen, schreit sie solange, bis wir wieder auf unserem Schiff zurück sind. . Kommen wir zurück, begrüsst sie uns und ignoriert uns dann  – wir sind ja wieder da, alles ist ok.

Sie ist also schon eine besondere Katze, auch jetzt, wo wir an Deck sitzen, um einen Sundowner nach dem Essen zu geniessen, ist sie bei uns, aber in sicherem Abstand, dass man sie ja nicht anfassen kann, und beobachtet uns……. Sobald wir uns bewegen oder eventuell unter Deck gehen, steht sie da und schaut, was wir machen….., kontrolliert uns, bis wir im Bett sind, um dann loszulegen und an Deck herumzutoben, auf den Tisch zu steigen, was sie am Tage niemals machen würde, man sieht es an den Spuren am anderen Tag, zerfetzt die Servietten im Serviettenhalter, nimmt Gummis auseinander usw. um am anderen Morgen unschuldsvoll zu schauen, – es sei denn, es gibt nicht sofort was zu fressen. Das kleine Miststück ist mittlerweile fast 5 Jahre alt und uns sehr ans Herz gewachsen. Also: Den Hals umdrehen geht einfach nicht – ergo müssen/dürfen/haben wir das Vergnügen, mit ihr zu leben  – und das gerne!!!!

Wie gesagt: Unsere Wachkatze - immer aufpassen!!!

Dodekanes

Ja, wie ihr seht, hat SOCKE natürlich wieder mal vorgegriffen und ihr Logbuch geschrieben. Deswegen unseres quasi erst im Anhang.

Es war ein wunderschöner 14-Tage-Törn von Samos mit Raumschots-Wind über die Inseln des Dodekanes, die sich wie Perlen aneinanderreihen, ein Platz schöner als der andere, bis nach Kos, und von da an am Wind wieder hinauf nach Samos.

Wir haben mit Tatjana und Martin viele schmackhafte Gerichte zusammen an Bord gekocht, auch mal im Restaurant gegessen, wenn wir Lust dazu hatten, hat richtig Spass gemacht; wir haben kleine Häfen besucht, Fischerfeste mitgemacht, griechische Musik gehört, die nicht für die Touristen gespielt wurde, in traumhaft schönen Buchten vor Anker gelegen und den Sternenhimmel beobachtet, versucht, Sternschnuppen zu zählen, denn die sind in diesem Monat zahlreich, haben unsere Wünsche formuliert. Wenn sich nur ein Teil erfüllt….

Jetzt machen wir ein kleines Päuschen, bevor wir uns auf den Weg nach Süden machen.

Ach ja, ein bescheidener Wunsch für die Zeit „nach dem Segeln“ wäre z. B. dieser:

...aber in Spanien

Keine Angst….

…es gibt mich noch! Bin nicht verloren gegangen unterwegs, auch nicht ins Wasser gefallen. Aber es ist sowas von heiss zur Zeit und die fahren jeden Tag, das hältst Du im Kopf nicht aus! Kaum hat man sich an eine Umgebung gewöhnt, schon geht der Lärm da draussen los mit Segel setzen und so- ich ab in mein Schwalbennest in der Steuerbordkabine, da passe ich nämlich genau rein, und da kann ich auch das Geschaukel gut aushalten.

Die Mama schläft ja draussen, und ich bewache sie. Aber neulich morgens in Kos in der Marina musste ich auch nach anderen Schiffen schauen, da hat die gleich Panik in den Augen gehabt und der Papa ist noch vor dem Frühstück los, hat mich gesucht und auch gefunden, ich den freudig begrüsst von 10 Schiffen weiter, hat der doch mit mir geschimpft?!?! Versteh einer die Welt. Ich wie ein geölter Blitz zurück nach Hause, finde ich immer, unser Schiff,  und hab mich in meine Koje verzogen, war stinkig. Man wird ja wohl mal einen Scherz machen dürfen…

Aber echt, jetzt muss mal wieder Pause sein, sonst werde ich sauer, das kann ich euch sagen! Mit mir kann man das nicht machen, sonst streike ich, vor allem bei dieser S…hitze hier! Da kann man es eigentlich nur so aushalten:

Bis die Tage…..