Nikia, Nissiros

Gestern abend waren wir bei Mike, Eagle`s Nest, in seinem Haus in Nikia zum Essen eingeladen. Leider war es schon dunkel, so dass wir den unendlichen Ausblick auf das Meer nicht mehr geniessen konnten! Umso interessanter war der Abend durch die Erzählungen von Mike, der lange Jahre in New York gelebt hat und vor einiger Zeit wieder auf seine Heimatinsel Nissiros zurückgekehrt ist, um hier eine Autovermietung zu eröffnen. Wenn man sein Haus sieht, muss dies profitabel sein!

Heute nun waren wir wieder da oben, es gab ein Fest zu Ehren der Hl. Jungfrau Maria in Nikia.

Die Sicht war atemberaubend: Wir konnten Simi, Chalki, Alimnia und sogar Rhodos sehen! Zum Nordosten hin das Kap von Datca, den Eingang zum Hisarönü-Golf, absolut unglaublich, diese Weite!

Nikia ist einfach absolut bezaubernd, dieses blitzsaubere wunderhübsche Örtchen hoch oben am Berg, nur erreichbar durch unendliche Serpentinenstrassen, gelegen am Rande des beeindruckenden Vulkankraters! Was für Kräfte müssen da im Spiel gewesen sein, um so einen Abgrund zu erzeugen! Mir wird schwindlig beim Hinunterschauen.

Vor über 400 Jahren war dieses Örtchen unten an der Südküste in der Nähe des antiken Hafens Avlaki angesiedelt. Um den Piratenüberfällen zu entgehen, siedelten die Bewohner hoch oben, versteckt in den Bergen, das neue Nikia an.

Das Kirchenfest war sehr ansprechend gestaltet, gegen eine kleine Donation für die Kirche Ag. Stefanos gab es einen Festschmaus, wie man ihn sich besser und schöner nicht hätte wünschen können. Die gesamte Bevölkerung von Nissiros, aus Mandraki, Emborio, Nikia, Pali, war anwesend. Es gab als Vorspeise Salat, dann eine wohlschmeckende Bohnensuppe, danach Fisch im Teigmantel, dazu eine Paste aus purem zermahlenem Knoblauch mit gemahlenen Mandeln in Olivenöl!!!!, die ich leider nicht geschafft habe. Schmeckte zwar absolut super, aber zu reichhaltig für meinen Magen. Gekrönt wurde das alles durch einen süssen Wein, eher eine Art Sherry, äusserst wohlschmeckend und bekömmlich, stand schon am Tisch in einer Karaffe, oder auf Wunsch Retsina, Wasser obligat – es blieb kein Wunsch offen – und gekrönt wurde das alles durch die unendliche Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen hier. Das Wetter spielte mit, herrlicher Sonnenschein, angenehme Temperaturen und als wir uns dann nach dem Essen noch auf dem Dorfplatz niederliessen, spielte ein Dorfbewohner griechische Musik auf dem Harmonium – nicht lachen! – war von Originalmusik fast nicht zu unterscheiden, seine Frau sang mit ihm im Duett dazu. Wie kann man solch einen Tag schöner beenden? Auf dem Rückweg fanden wir dann noch frischerblühte Alpenveilchen, jede Menge Kräuter wie Oregano, Thymian, die Bündel hängen jetzt zum Trocknen im Schiff, der Duft ist unbeschreiblich,  und ergeben  zusammen mit dem, was noch gesammelt wird, einen Kräutervorrat für das kommende Jahr für unsere mediterranen Gerichte. Morgen werde ich noch versuchen, Bilder einzufügen. Nachdem meine Kamera noch nicht angekommen ist, hat Caryn, die dieselbe hat, Fotos für mich gemacht, die sie mir hoffentlich heute rüberschickt. Versprochen!

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Autor: charismasegeln

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