Alles und überhaupt

Ja, genau so liege ich jetzt da....
So, jetzt hat die Mama lange genug den Kasten gehabt, jetzt bin ich dran! Der neue Kasten ist nicht so gut wie der alte, sagt auch die Mama, weil, da kann man nicht drauf schreiben, weil die Pfoten nicht auf die Tasten passen. Also hat sie von dem mit der rosaroten Katze einen Extra-Klapperkasten gekauft, aber der war ihr zu langsam am Anfang; wenn wir aber ganz viel schreiben, wird der schneller! Und deswegen schreib ich jetzt auch wieder mal was. Hab nämlich am Tag einen tollen Platz gefunden, wo der Wind durchzieht, das tut richtig gut! Bin ja nicht wie der Dackel nebendran, der immer abgeduscht wird, oder die Katze von der Mama ihrer Schwester, die überall ist, wo Wasser ist! Aber das ist ja auch eine Rassekatze, würd die aber gerne mal sehen. Wasser mag ich nur trinken und am besten aus dem Eimer, den der Papa und die Mama mir immer extra holen! Mama meint zwar, es wäre das Wasser für ihre Wäsche, aber das weiss ich besser! Das ist extra für mich! Gehören halt alle erzogen, die Leute. Jetzt sind wir eine Woche alleine, das tut gut, obwohl die letzte mir ganz viele Leckerlis mitgebracht hat! Mama sagt, ich soll nicht immer die Leute anfauchen, aber – he was solls – die wollen mich immer anfassen, aber das will ich nicht. Anfassen dürfen nur Papa und Mama mich und sonst niemand! Sollen froh sein, dass ich nur fauche…. Aber ansonsten ists langweilig: Die mit dem viereckigen Schiff, mit den zwei Hufen, mit dem rosaroten Schlafftier, wo die Mama und der Papa abends immer gesessen sind und ich dann kontrollieren gegangen bin, die habe ich wirklich gemocht und da war soviel Platz, sind jetzt auch weg. Und die gehen immer weiter weg. Und Mama und Papa sind traurig, weil wir die vielleicht nicht so schnell wiedersehen. Und die anderen, das lange Elend und seine Frau, und der Glatzkopf und seine neue/alte hübsche Freundin, sind auch schon weit weg. Vielleicht holen wir die von der anderen Seite ein. Und der Rest, sagt Papa, geht nach Deutschland, Rasenpflegen, oder ist krank oder in der Marina. Schon bisschen traurig. Vielleicht wirds ja nächstes Jahr anders. Mir ists wurscht, solange ich was zu essen und trinken bekomme und rauskann. Weil, wenn die segeln, gehe ich ja nicht raus oder ganz selten. Vielleicht kann man ja auf dem Atlantik auch ankern nachts, wie die Leute meinen, die immer fragen, wie man das 21 Tage aushält ohne Schlafen und so, aber die wissen das halt nicht besser.
Ok, Leute, das langt für heute, muss mich jetzt erstmal stärken, hab auch genug gearbeitet bei den Temperaturen, das seht ihr doch ein? Bis die Tage mal, wenn ich wieder Lust habe oder drankomme, falls die Mama nicht wieder alles in Beschlag nimmt…..

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Es ist…

Absolut erfrislchend! Wenigstens das Meer ist angenehm kühl
…Sommer! In Deutschland jammern sie wegen Hochwasser, Gewitter, Hagel, Regen und kühlen Temperaturen! Wir jammern hier auf höchstem (Temperatur-)Niveau: Heisser geht es nicht. Dazu noch windarme Tage, die allerdings laut Prognose kommende Woche durch extreme Starkwindtage ersetzt werden sollen, und den Wetterberichten darf man glauben. Hier im Hafen ist es heiss, eng, stickig. Gehen wir aber raus vor Anker, verlieren wir unseren Platz, den wir unbedingt brauchen, weil wir Besuch bekommen. Plätze sind hier rar! Gut daran ist nur, dass der Sandstrand mit glasklarem, immer noch angenehm erfrischendem Wasser nicht weit weg ist. Also schleppe ich mich am späten Nachmittag oder auch abends dahin, um mich abzukühlen und ein paar Runden zu schwimmen. Das tut gut! Danach eine Süsswasserdusche aus dem Schlauch, direkt vor dem Schiff. Gerettet. SOCKE verkriecht sich am Tag, kommt nur nachts raus – auch sie mag die Hitze gar nicht. Sonst gibt es nichts zu berichten – eben das berühmte Sommerloch.