Der Winter ist vorüber…

… können wir nun hoffentlich endlich sagen! Bisher gab es keinen Grund, keine Motivation, einen sicheren Hafen zu verlassen, weil das Wetter einfach nicht stimmte. Vor drei Tagen noch ein grosser SW-Sturm, der jede Menge Sahara mit sich brachte, das Wasser fast über den Pontoon steigen liess. So gesehen war es ein mehr als merkwürdiger Winter. Selbst die Einheimischen sagen, dass ein so langer, kalter, nasser Winter seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesen wäre. Aber – wie oft haben wir das schon gehört. Man muss einfach nach seinen eigenen Gefühlen gehen, und die sagen uns nun, dass wir, sobald unsere Gasflasche hier befüllt ist, auslaufen! Nicht allzu weit, nur nach Messolonghi, wo wir die CHARISMA für einen Monat an Land stellen, um grundlegende Schönheitsarbeiten zu machen, die einfach nötig sind: Das Deck muss geschliffen, gerollt werden, der Rumpf gleichfalls, das Antifouling zum Abschluss ist dann eigentlich easy-going, wobei wir auch da alles bis zum Grund bearbeiten müssen, weil wir ein Neues ausprobieren möchten: Das Letzte hat nicht gehalten, was es versprochen hat. Das Unterwasserschiff war in kürzester Zeit ein Biotop für alle möglichen Pocken, Muscheln etc. Wir werden sehen, ob das, was wir jetzt auftragen wollen, besser, heisst, giftiger, ist.
Ein Monat sollte für all diese Arbeiten genügen, dann beginnt hoffentlich der Sommer und wir können die Inseln des ionischen Meeres wieder einmal anlaufen, die wir seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gesehen haben! Im Juni und Juli bekommen wir Besuch, auf den wir uns schon sehr freuen, das nächste Winterziel ist auch schon ins Auge gefasst, aber bis dahin ist noch viel Zeit!
Dies war ein ungewöhnlicher Winter mit sehr viel Wind, sehr viel Regen, sehr viel Kälte, sehr, sehr traurigen Ereignissen, Ereignissen, die mit Sicherheit auch manche unserer Entscheidungen stark beeinflusst haben, erst recht, nachdem Peter sich ganz schnell einer Operation in Deutschland unterziehen musste. Gottseidank ist das positiv verlaufen, positiv im Sinne von: keine Gefahr mehr. Aber es macht alles sehr, sehr nachdenklich, das Unbeschwerte ist nicht mehr in dem Umfang gegeben wie früher. Neue Prioritäten treten in den Vordergrund.
Zum Abschluss dieses Eintrags noch ein schönes Bild von Trizonia:

Advertisements