Und wieder….

haben wir es getan! Wieder haben wir den langen Weg über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Makedonien nach Griechenland auf uns genommen! Was heisst: Auf uns genommen: Es war eine schöne Reise mit Ziel die CHARISMA auf Trizonia. Nach der mazedonisch/griechischen Grenze haben wir im selben Hotel eingecheckt, in dem wir schon vor einem Jahr waren und haben uns bei der Einfahrt furchtbar erschrocken: Der ganze Hof voller Menschen! Menschen aller Altersklassen, die von hier nach da und von da nach hier rannten! Wir ahnten Schlimmes und es bewahrheitete sich sogleich: Es waren syrische Flüchtlinge. Es war absolut erschütternd! Schlepperbanden vor Ort, ist alles perfekt organisiert, sie werden an den Grenzen übers freie Feld weitergeschleust, in Gruppen, bauen ihre kleinen Zeltchen ab, packen ihre Schlafsäcke ein, rennen weiter, wie lange sie schon unterwegs swin, kein Mensch weiss es. Es sind Mütter mit 10 Tage jungen Babies dabei, auf die Frage WARUM kommt die Antwort: Die Terroristen hätten mir das Baby aus dem Bauch geschnitten und an die Wand geklatscht, wir sind Christen! Grauenhaft. Man kann die Augen nicht verschliessen, die Politik ist da dringendst gefordert neben der Menschlichkeit, die man als Mensch selbst in seiner Hilflosigkeit geben kann. Wer so etwas einmal gesehen hat, verschliesst seine Augen nie mehr!

Trotzdem ging die Reise weiter, diesmal nicht direkt Süd über die lästige Athina-Autobahn sondern gen Westen, Richtung Ionnanina und von aus Süd Richtung Patra. Schöne Strecke, schöne Fahrt, dann Richtung Osten Nafpakto und letztendlich „meine“ Insel Trizonia, auf die CHARISMA, die dort auf uns wartete. Viele Freunde da, wir hatten eie gute Zeit, trotzdem wünschen wir uns, dass CHARISMA endlich einen neuen Eigner findet, sie hat es verdient, besser wird sie auch nicht im Stehen. Und wir haben eventuell einen ernsthaften Interessenten! Viele Neuigkeiten wurden ausgetauscht, Spass hatten wir auch und ein schönes eiskaltes Plätzchen zum Schwimmen habe ich dank Angie auch endlich gefunden! Eiskalt heisst: 17 °! Nach einer knappen Woche mit Putzarbeiten, Nichtstun ohne jedwedes schlechtes Gewissen, haben wir uns auf die Heimreise gemacht. Haben uns von unseren Freunden verabschiedet,  Sanassis hat uns noch von seinem eigenen köstlichen Olivenöl abgefüllt, schön, wenn man sieht, dass sie sich freuen, wenn an kommt und doch ein bisschen traurig sind, wenn man wieder geht. War doch ein bisschen Heimat.

Patra sah uns dann auf der Highspeed-Fähre nach Ancona, wir wollen einfach nicht 2 Nächte in den Pullman-Sitzen verbringen, so ging es in 23 Stunden, nicht, bevor wir das Flüchtlingselend noch einmal miterleben mussten: Aus 2 holländischen LKWs wurden mindestens 20 Menschen herausgezogen, wohlgemerkt: NACH der strengen Kontrolle!!! sassen auf der Erde, Hände verschränkt hinterm Kopf, Militärpolizei mit Gewehr im Anschlag. Gott, wie lange soll das noch weitergehen? Freunde, die um Sizilien, Malta, segeln, erzählten, dass sie durch ein Meer von Leichen segelten…. Unvorstellbar…..

Von Ancona fuhren wir nach Imola, übernachteten wieder im selben „Renn“-Hotel wie schon einmal, speisten im selben Roadhouse-Grill denselben superguten Caesars Salad (ich), dasselbe gute Ribeye-Steak (Peter) zum selben Preis wie vor einem Jahr!  Einfach nur gut! Nach einem perfekten Frühstück mit superguten Kaffee (wichtig!) ging es weiter über den Brenner zum Fernpass, dort: Böse Überraschung: 8 °!!!!! Kann man sich das vorstellen???? Da hilft nur: günstigen Diesel tanken, vis-a-vis bei dem netten Kroaten den ersten LKW essen, zusammen mit einem kräftigen Kaffee, und superguten stinkigen Bergkäse einkaufen! Passt! Weiter geht’s, bei strömendem Regen! Freuen uns auf Zuhause, auf unsere SOCKE  – DIE freut sich gar nicht! Beschimpft uns von unter dem Tisch in theatralischer Art und Weise! Nutzt die erste Gelegenheit, über die offene Balkontür abzuhauen, nur, um uns von gegenüber zu beschimpfen und zu beobachten! Dauert gefühlte Stunden, bis sie sich endlich herniederlässt, hereinzukommen. Ein paar Leckerlis helfen… Von der Katzenbetreuung erfahre ich im Telefonat dann, dass die Drama-Queen mächtig Ärger machte während unserer Abwesenheit, sogar zum Tierarzt musste für € 18,-, weil sie Atem- und  Schluckbeschwerden hatte mit dem Resultat, dass sie einen Grashalm quer im Hals hatte, der nicht rauswollte. Hat aber Nathalie und meine Schwester Dagmar in Atem gehalten, allein, sie in ihr Case reinzubekommen, hat Striemen und Bisswunden verursacht. Na ja, jetzt ist alles wieder ok – zumindest bei SOCKE, zumindest bis zum nächsten Urlaub.

Das Flüchtlingsproblem lässt mich trotzdem nicht los. Diese Menschen bekomme ich nicht mehr aus meinem Kopf.

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Autor: charismasegeln

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